Jun 17

Positive Gespräche mit der Kommunikationsabteilung

Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle einen Artikel veröffentlicht, in dem wir die Kommunikationsabteilung von Fortuna Düsseldorf kritisiert haben. Die Reaktionen auf diesen Artikel waren zahlreich und inhaltlich sehr unterschiedlich. Über Facebook, das 95erForum, Email, Twitter und direkt hier im Blog haben uns viele Meinungen erreicht. Vor allem im Forum wurde über unsere Kritik und die Fortuna-Presseabteilung sehr kontrovers diskutiert. Dass durch den Artikel eine solche Diskussion entstanden ist, hat uns natürlich sehr gefreut. Denn genau das war unser Minimalziel – eine Diskussion über die vermeintlichen Missstände führen, die es in unseren Augen gibt. Leider sind aber auch einige anonyme Internet-Soldaten etwas übers Ziel hinausgeschossen und haben Fortuna-Angestellte, vor allem Pressesprecher Tom Koster, persönlich angegriffen. Von sämtlichen Beleidigungen distanzieren wir uns ausdrücklich. Bei allem Ärger und Frust – sowas ist einfach Käse und erstickt jeglichen Dialog im Keim.

Am Donnerstagmittag gab es dann eine offizielle Stellungnahme der Fortuna-PR in den Kommentaren unter dem Artikel:

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Jun 11

Keine weitere Zusammenarbeit seitens Fortuna Düsseldorf

Liebe Leser von direkt-verwandelt.de,

seit Beginn der abgelaufenen Saison versuchen wir für euch, spannende Geschichten rund um Fortuna aufzuschreiben, Spiele und Gegner zu analysieren und die Stimmung rund um unseren Lieblingsklub in Worte zu fassen. Euer Feedback zeigt uns, dass uns das gut gelingt und dass wir damit in eine Nische stoßen, die von den etablierten Medien in Düsseldorf schon lange nicht mehr ausreichend gefüllt wird. Natürlich machen wir das alles ehrenamtlich und gerade zum Ende der Saison hin litt die Quantität unter unseren eigenen zeitlichen Einschränkungen. Dennoch sind wir der Meinung, dass wir mit Interviews wie mit Markus Hirte, Jens Langeneke, Mannschaftsarzt Dr. Teuber oder auch mit Petr Rada eine schöne Ergänzung zu den typischen Drei-Fragen-drei-Antworten-Interviews in diversen Zeitungen gegeben haben, die meistens über den Gehalt von “Wie gefällt es Ihnen in Düsseldorf” – “Toll. Tolle Stadt, toller Verein, tolle Fans, alle haben mich toll aufgenommen” nicht hinauskommen. Damit wir solche Interviews und andere gute Geschichten bekommen, sind wir auch auf die Mithilfe der Kommunikationsabteilung von Fortuna Düsseldorf angewiesen. Das hat im Falle des Interviews mit Fortunas Mannschaftsarzt Alois Teuber auch gut funktioniert. Die Kommunikationsabteilung hat uns einen Interviewtermin verschafft und unseren Text relativ zeitnah abgenommen.

Von dieser Kommunikationsabteilung sind wir aber auch von Anfang an eher mit Argwohn als mit Begeisterung empfangen worden. Es war die Rede davon, dass man in Düsseldorf vor allem die Anliegen der “professionellen Medien” zu bedienen habe und sich Blogs und ähnliche Portale deshalb beispielsweise bei der Akkreditierung oder Interviewanfragen hintanzustellen haben. E-Mails blieben teilweise längere Zeit unbeantwortet, obwohl unser Anliegen ja durchaus ist, Fortuna Düsseldorf positiv zu begleiten und von Fans für Fans gute Inhalte zu liefern. Ende März gab es dann die Ansage seitens der Kommunikationsabteilung, in Zukunft nicht mehr mit uns zusammenarbeiten zu wollen. Wir werden in Zukunft keine Interviewanfragen mehr beantwortet bekommen und können damit auch nicht für euch über Fortuna spannende Geschichten liefern. Die Begründung ist erneut, dass Fortuna genug damit zu tun hätte, in der Medienstadt Düsseldorf (was immer genau das auch sein mag) den permanenten Ansprüchen der “professionellen Medien” gerecht zu werden. Dazu kämen sinngemäß zahllose Anfragen von Portalen wie direkt-verwandelt.de, die den Workload der PR-Abteilung von Fortuna einfach überfrachten würden, wenn man sie alle bearbeitet.

Angesichts der Tatsache, dass Fortuna zu diesem Zeitpunkt schon genug mit seinen sportlichen Problemen zu kämpfen hatte, haben wir diese Ansage so akzeptiert und hingenommen. Für uns war aber auch klar, dass wir unsere Leser spätestens nach Saisonende über diese Entscheidung in Kenntnis setzen wollen und auch unsere Meinung darüber kundtun möchten. Nikos Arbeit beim Sportsaal und auch unsere gemeinsame Arbeit bei direkt-verwandelt.de zeigt, dass es genügend Leser für Inhalte gibt, die abseits der Tageszeitungen und deren Online-Portale sowie den Düsseldorfer Radio- und TV-Angeboten liegen. Wir werden gelesen und haben uns bisweilen ein gutes Standing in der Fanszene von Fortuna erarbeitet. Wir erreichen mit unseren Beiträgen mehrere Tausend Leser – der bestgeklickte Artikel des Sportsaals nach der Relegation kommt auf fast 20.000 unique Visitors – das ist selbst für Sportartikel bekannter überregionaler Tageszeitungen ein nicht jede Woche erreichter Wert (für einen einzelnen Artikel). Wir können nicht verstehen, warum Fortuna Düsseldorf es nicht versteht, dass Blogs und Social Media inzwischen einen Stellenwert im Medienkonsum von Menschen haben (siehe bspw. auch die jetzt leider geschlossene “Rainersche Post“) und dass es längst Fans gibt, die keine RP, NRZ oder Express mehr in die Hand nehmen, sehr wohl aber gerne Blogs lesen. Fortuna Düsseldorf lässt hier Ressourcen verstreichen, die zur positiven Außendarstellung des Vereins mehr als brauchbar sind. Wir wollen sogar so weit gehen, zu sagen: gebraucht werden! Wer hat denn während der Veh-Geschichte im Februar 2012, nach dem Relegationsrückspiel und auch bezüglich der 11Freunde-Story über Nazis bei der Fortuna kommunikativ die Füße still gehalten? Und wer hat versucht, Fortuna zu verteidigen und eine Gegenöffentlichkeit zu all der Hetze zu schaffen?

Über eben jene Themen habe wir uns vor einigen Wochen auch in einem unserer Fortuna-Podcasts unterhalten. Dieser stand unter dem Thema “Haben wir Kommunikationsprobleme und wenn ja, wieviele?” und es wurde darüber diskutiert, wie das passive Verhalten des Vereins hinsichtlich der Vorwürfe (Veh/Bruchhagen/Hübner, Relegation, 11Freunde) zu bewerten ist. Der Verein, im speziellen die Kommunikationsabteilung, reagierte äußert gekränkt auf die geäußerte Kritik und warf uns unprofessionelles und hetzerisches Verhalten vor. Wir waren über die Reaktionen äußerst überrascht, denn schließlich ist der Podcast eine offene Plattform, auf der Fans die Möglichkeit haben sollen, ihre Meinung zu äußern. Genau so, wie dies beispielsweise auch im 95erForum stattfindet. Diese Reaktion hat bei uns den Anschein erweckt, dass man für Kritik nicht sonderlich empfänglich ist, zumal wir – als uns bewusst wurde, welch hohe Wellen der Podcast im Verein scheinbar geschlagen hat – um ein Interview mit der Kommunikationsabteilung gebeten haben. Dieses Interview sollte dazu dienen, auf die geäußerte Kritik zu reagieren und eine Erklärung für das vom Verein gewählte Vorgehen zu geben.  Leider hat man unsere Anfrage mit Verweis auf den Podcast abgelehnt. Nichtsdestotrotz sind wir weiterhin an einer Klärung der Angelegenheit interessiert, denn noch immer fragen sich viele Fans, warum Fortuna auf die Vorwürfe (Frankfurt, Relegation, 11Freunde) erst sehr spät, bzw. gar nicht reagiert hat.

Wir wollen unseren Lesern natürlich am liebsten die Kritik an unserer Qualität überlassen, aber die Menge an Lesern und das Feedback zeigen uns: Wir sind zwei leidenschaftliche Fortunen, die dazu noch eine gescheite Ausbildung genossen haben und denen es gelingt, mit Artikeln wie “15 Jahre Unterhaus – wie Fortuna Düsseldorf eine eigene Identität bekam” oder ähnlichen Pamphleten die Stimmung rund um Fortuna einzufangen und aufzuschreiben, wie es gewissen Herren der professionellen Medien schon lange nicht mehr gelingt. Die Kommunikationsabteilung hat uns mitgeteilt, man habe besseres zu tun, als sich ständig mit direkt-verwandelt.de zu beschäftigen. Dies bezieht sich vermutlich auf die horrend hohe Zahl von etwa 15-20 Emails, die wir in dieser Saison bislang an die Fortuna-PR geschickt haben – wovon etwa ein Viertel dafür draufgingen, dass wir nach einigen Tagen oder Wochen daran erinnern wollten, dass wir noch keine Antwort auf unsere Email bekommen haben. Wir sind traurig darüber, wie Fortuna Düsseldorf mit uns umgeht.

Wir würden für euch gerne weiter interessante Geschichten schreiben, können in Zukunft aber keine Geschichten aus dem Herz des Vereins mehr liefern, weil uns der Zugang dazu verwehrt wird. Wir wollen mit diesem Beitrag aufzeigen, dass unser Verein aktuell scheinbar kein Interesse an einer solchen alternativen Berichterstattung hat. Gesprächen mit anderen Fans und Journalisten festigen diesen Eindruck zusätzlich. Das bedauern wir nicht nur sehr, sondern hoffen auch, dass sich das in Zukunft wieder ändern wird und Fortuna der “Verein zum anfassen” bleibt, als den wir ihn kennen und lieben gelernt haben. Unsere Aktivitäten auf direkt-verwandelt.de werden wir – auch aus diesem Grund – bis auf weiteres erstmal einstellen. Danke für euer Interesse und all die positiven Kritiken!

95olé, Jens Wangenheim und Niko Hinz – euer direkt-verwandelt.de-Team

Apr 04

Aufstiegsheld im Interview – Deniz Kadah über den Kopfball in Aalen, seine Zeit in Düsseldorf und Ziele in Hannover

Deniz Kadah, dieser Name zaubert vielen Fans von Fortuna Düsseldorf immer noch ein breites Grinsen ins Gesicht und eine Gänsehaut auf den Rücken. Am 16. Mai 2009 köpfte Kadah die Fortuna in Aalen zum erlösenden 2:1-Sieg und legte den Grundstein für den Aufstieg eine Woche später gegen Bremen II. Mit einem Tor unsterblich werden, für immer einen Platz in der Vereinschronik haben – Deniz Kadah ist das an diesem Drittligasamstag gegen 15 Uhr gelungen. Was macht der Aufstiegsheld heute? Was verbindet ihn noch mit Fortuna? Und welche Erinnerungen hat er an jenen 37. Spieltag, dem legendären Auswärtssieg auf der Ostalb? Im Gespräch mit Jens und Niko beantwortet der Aufstiegsheld alle wichtigen Fragen.
kadahaalen Weiterlesen

Mrz 08

Platzstürmende Düsseldorfer, Champions-League-träumende Kölner, gewaltbereite Dresdner – ausgelutschte Plattitüden gehen immer

Ein Satz bringt das ganze Problem auf den Punkt. Die 11Freunde versuchten in der Printausgabe mal wieder witzig zu sein (bitte in diesem Satz das Wort “versuchten” betonen) und schrieben zum Transfer von Robert Tesche nach Düsseldorf sinngemäß, dass ”ein leidenschaftsloser Spieler einem Verein gut tut, dessen Fans den Platz stürmen und dessen Kapitän Bengalos abbrennt”. Eigentlich ist der Satz nicht mal einen Kommentar wert, aber er zeigt ein Problem, das sich von der Journaille bis an die Stammtische zieht.

Kaum etwas ist ausgelutschter als Gags über den Platzsturm von Düsseldorf. Jeder einigermaßen geistig anwesende Mensch kommt zu dem Schluss, dass es nicht besonders analytisch ist, wenn man den kompletten Verein und/oder all seine Fans mit diesem Platzsturm gleichsetzt. Das ist ähnlich brauchbar wie die ständige Wiederholung von Kopfstoß-Meier, Brandstifter-Breno oder die immer wieder verbreitete Erkenntnis, in Köln würden sie nach zwei Siegen in Folge von der Champions League träumen (aber dazu später mehr).

Warum machen die 11Freunde das? Erstens, weil nichts günstiger ist als ein billiger Witz. Und zweitens, weil sie vermutlich zu faul sind, um den Transfer von Tesche professionell zu bewerten. Man könnte ja durchaus drüber streiten, ob dieser Einkauf zu diesem Zeitpunkt sinnvoll war und – wenn man sich denn auskennen würde – dies auch mit der Identität (oder nennen wir es Anatomie) des Vereins in Zusammenhang setzen. So aber hat man nur eine Zote gerissen, die auf einem Niveau liegt mit ebenfalls kürzlich lesbaren Sätzen wie “was will man auch von Fans erwarten, die einen Abstoßpfiff nicht von einem Schlusspfiff unterscheiden können?”. Weiterlesen

Mrz 05

Zu Gast im Blogspot360 Sportradio #22

Am Montagabend war ich, zusammen mit Florian von nedsblog und Axel aka “Der vierten Offiziellen“, zum zweiten mal zu Gast im Blogsport360 Bundesliga-Podcast. Gesprochen wurde über Jürgen Klopp, die Fortuna, den HSV und den EffZeh. Besonders überrascht hat mich dabei Axels Einschätzung zur momentanen Lage bei den Kölnern. Gute Runde, viel Spaß beim Reinhören!

Feb 26

Fotos vom Pokalsieg gegen Hertha BSC 1979

Unser Leser Peter K. hat uns netterweise eine kleine Auswahl an privaten Fotos vom Pokalsige 1979 zukommen lassen. Mit Schlaghosen, getönter Brille und Fließheck ging die wilde Fahrt ab ins Niedersachsenstadion. Wolfgang Seel erzielte in der 116. Minute den goldenen Treffer gegen Hertha BSC, deren Wappen damals noch etwas anders aussah als heute. Folgende Zeilen schrieb uns Peter mit der Mail, die diese wunderbaren Bilder enthielt:

Dfs_wl_d_duesseldorf_fortuna1961_1979400px-Hertha_BSC_Berlin_Logo(alt).svgAlte Fortuna Fotos vom ersten Fortuna Pokalerfolg in 1979 Hannover habt Ihr sicherlich schon jede Menge. Wenn nicht, kann ich aber noch einige beisteuern. Die Bilder haben zwar nicht die beste Qualität, aber es sind Zeitdokumente die beweisen, dass ich auch einmal eine richtige Haarfarbe und 30 kg weniger auf den Rippen hatte. Der Begriff Merchandising war damals noch nicht geboren, also hat man sich einen roten Pulli und ein weißes Hemd angezogen um seine Vereinsfarben zu zeigen. Natürlich fuhr man ein rotes Auto und Blechtrompeten im Stadion war die ganz normale Standardausrüstung. Der Apfelkorn wurde in Glasflaschen mit ins Stadion genommen und keine hatte deswegen Todesängste. Die 70er und 80er waren tolle Zeiten und ich wünsche der heutigen Fortuna Generation, die sich mit soviel Kreativität und Leidenschaft für den Verein einsetzten, dass sie auch einmal die Gnade erfahren so etwas erleben dürfen. 

Danke Peter! Wir freuen uns immer über alte Fotos, Video und sonstige Beweisstücke, die die glorreiche Vergangenheit Fortunas dokumentieren. Falls ihr ebenfalls soche besitzt und sie mit uns teilen wollt, dann schickt uns eine Mail an web [ät] direkt-verwandelt.de

Auf Tour
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Feb 22

“Martin, wenn dieser Verein dich will, darfst du nicht nur aufs Geld schauen” – Petr Rada im Interview

Bei Fortuna-Fans der späten Achtziger und frühen Neunziger ist Petr Rada eine Legende. Der kleine Tscheche schoss im Trikot der Rot-Weißen Standards wie Heine einst Gedichte schrieb. Heute ist Rada Trainer in Tschechien und half entscheidend beim Transfer von Martin Latka. Im Interview mit direkt-verwandelt.de erzählt er, wie er den Abwehrhünen von F95 überzeugte, wie er Latka den Wechsel zu einem Bundesligakonkurrenten ausredete und warum er es bereut, dass statt ihm heute Norbert Meier auf der Düsseldorfer Trainerbank sitzt.

Direkt-Verwandelt.de: Herr Rada, wann waren Sie zum letzten mal in Düsseldorf?

Rada: Lassen Sie mich überlegen… Das ist jetzt schon gut vier Jahre her. Damals habe ich mir, gemeinsam mit Alexander Ristic, den Wintercup angeschaut. Fortuna hatte unter anderem Hertha BSC eingeladen, bei denen Jaroslav Drobny im Tor stand. Ich war damals noch Nationaltrainer von Tschechien und war unter anderem in Düsseldorf, um ihn zu beobachten. Das waren schöne zwei Tage damals, ich habe viele Freunde getroffen. Spengler, Restle, Lambertz, Jäger, Frymuth und so weiter. Wir haben uns gut unterhalten. Ich hoffe, bald mal wieder Zeit für einen Besuch zu finden.

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